Der Gegenstand der speziellen Betriebswirtschaftslehre Bank- und Kreditwirtschaftslehre umfasst die Funktionsweise von entwickelten Kapitalmärkten sowohl im Hinblick auf die Theorie als auch deren eingehende Überprüfung anhand der Empirie. Darüber hinaus beschäftigt sich das Fach mit den vorherrschenden Institutionen und gesetzlichen Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten und deren Konsequenzen auf Finanztransaktionen.

Das Studium des Faches Bank- und Kreditwirtschaft soll Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzen, Entwicklungen an den Finanzmärkten in einer ganzheitlichen Sichtweise sowohl aus institutioneller als auch kapitaltheoretischer Natur zu hinterfragen.

Der Vorlesungszyklus beginnt mit einer eingehenden Darstellung des Capital-Asset-Pricing-Modells zur gleichgewichtsanalytischen Bewertung von Finanzassets. Daneben kommt es zu einer fundierten Auseinandersetzung mit der Agency-Problematik, die sich im Rahmen von Finanzierungsbeziehungen in Interessenkonflikten zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern bzw. Managern niederschlägt.

Im zweiten Teil des Zyklus stehen derivative Finanztitel und insbesondere die Bewertung von Optionen im Vordergrund. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Managemententlohnung mittels Optionsprogrammen.

Im dritten Teil schließt sich eine eingehende Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten im Allgemeinen und im deutschen Kreditwesen im Besonderen an. Aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten und deren Bewertung aus ökonomischer Sicht stellen darüber hinaus einen wichtigen Bestandteil sämtlicher Veranstaltungen dar.

Absolventinnen und Absolventen finden Ihre berufliche Einsatzfelder in Finanzabteilungen von Unternehmen, in Banken und Versicherungen, als Finanzdienstleister sowie in staatlichen Institutionen und öffentlichen Institutionen, die sich mit den Fragen rund um den Kapitalmarkt sowie der Unternehmensfinanzierung beschäftigen.