Forschungsschwerpunkte

Werkzeugunterstüzte Softwareadaption

Neue Strukturierung der eCommerce-Problematik

Die anforderungsgerechte Einführung von Electronic Commerce ist technisch und organisatorisch sehr aufwändig und mit hohen Realisierungs- und Implementierungskosten verbunden. Dazu werden Werkzeuge entwickelt, mit denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre individuelle eCommerce-Strategie ermitteln und in die unternehmensinternen Abläufe integrieren können.

 

Integration von Informationsystemen

Daten- und Prozessintegration als Voraussetzung für eBusiness

Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung von eBusiness-Strategien ist die Daten- und Prozessintegration von betrieblichen Anwendungssystemen und deren Kopplung im Sinne von ESA, EAI, EDI und SCM. Auf Basis standardisierter Telekommunikationsverfahren und Datenformate, wie z. B. XML und EDIFACT, werden Vorgänge weitgehend automatisiert. Ziel ist ein durchgängiger Informationsfluss über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Dazu gehört eine entsprechende organisatorische Gestaltung der Prozesse. Auf der Basis von Modellabläufen und Simulationen werden wir passende Lösungen entwickeln und vor der Implementierung testen.

 

Simulation

Planung und Analyse dynamischer Systeme

Die dynamische Systemanalyse mittels Simulation ist in betrieblichen Abläufen mit komplexen Zusammenhängen oftmals die einzige praktikable Vorgehensweise, um zu einer ökonomischen Entscheidungsgrundlage zu gelangen. Wir setzen die Simulation ein, um durch “professionelles Spielen“ an einem Simulationsmodell das Verhalten im Grenzbereich auszuloten und die Ablaufplanung und -verbesserung zu ermöglichen. Auch die Gestaltung ganzer Informationssysteme wird dadurch wesentlich verbessert, weil die Abhängigkeiten paralleler Prozesse analysiert werden kann.

 

Standardanwendungssoftware

Geschäftsprozesse erkennen und gestalten

Betriebswirtschaftliche Standardanwendungssoftware ist mittlerweile in den meisten Unternehmen als dominierende Softwareplattform etabliert. Neben den kostenseitigen Vorteilen durch Vermeidung teurer Individualentwicklungen sprechen weitere Argumente wie Parametrisierbarkeit und modularer Aufbau für den Einsatz von SAS-Systemen. Die Verwendung betriebswirtschaftlicher SAS-Bibliotheken erfordert allerdings nicht nur umfassende Softwarewerkzeuge für Konzeption und Einführung, sondern auch für den Betrieb der Software. Um dies anschaulich zu vermitteln wird auf die selbst aufgebaute Modellfirma Aetna LIVE AG zurückgegriffen, in der regelmäßig eine praxisnahe und fundierte Ausbildung im Rahmen eines Handels- und Produktionsbetriebes absolviert werden kann.

 

eGovernment

Realität hinter den Entwicklungsmöglichkeiten

Die Neuorganisation der Arbeitsprozesse in der öffentlichen Verwaltung bietet erhebliche Einsparpotentiale. Unter Berücksichtigung der Gesamtzahl der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst wäre damit sogar eine für Unternehmen und Bürger spürbare Kostenentlastung und damit Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit verbunden. Leider wird die Umstellung auf elektronische Verfahren vielfach nicht gewünscht und durch offenen Widerstand oder Verweigerung der Unterstützung verhindert. Wir sind auf verschiedenen Ebenen in die Bemühungen der Entwicklung einer integrierten Form von eGovernment involviert. Diese reichen von der kommunalen Datenverarbeitung über die Beratung auf Landesebene bis zur Realisierung international anwendbarer Verfahren des eProcurement und der öffentlichen Ausschreibung.

 

Supply Chain Management

Planung und Koordination unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse

Durch Outsourcing und Systemlieferanten haben Unternehmen in der Vergangenheit ihre Wertschöpfung und den Koordinationsaufwand reduziert. Gleichzeitig haben sie aber auch die Transparenz und Kontrolle über den Gesamtprozess verloren. Das Supply Chain Management (SCM) soll diese Defizite beheben und propagiert eine ganzheitliche Prozessbetrachtung und -gestaltung für alle inner- sowie zwischenbetrieblichen Material- und Informationsströme bei der Abwicklung eines Kundenauftrags. In unseren Projekten zeigen wir die organisatorischen Veränderungen und ökonomischen Chancen bei der Einführung unternehmensübergreifender Planungssysteme auf.

 

Geschäftsprozessmodellierung

Mit ingenieurmäßigen Mitteln die Komplexität beherrschen

Modelle sind das wichtigste Instrument zur Gestaltung und Analyse von Informationssystemen. Erst Modellierungsmethoden, die mehrstufige Abstraktion unterstützen und Teilbereiche anschaulich darstellen können, erlauben die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Nur so lässt sich das Wissen aller Mitarbeiter für den Entwurf und die Verbesserung der automatisierten Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzbar machen. Anders als technische Systeme ändern sich Abläufe in Unternehmen jedoch ständig. Es ist eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsinformatik, die Methodik der Modellbildung für das Sozialsystem Unternehmung nutzbar zu erschließen.

 

Logistik orientierte Informationsverarbeitung

Verbindung von physischem und elektronischem Transport

Ein wesentliches Merkmal der modernen Logistik ist die Verknüpfung horizontaler und vertikaler Prozessketten unterschiedlicher Unternehmen in Form von Supply Networks. Dazu muss die lückenlose Identifikation der Waren unter allen Umständen zuverlässig gewährleistet werden. Nur so sind Lieferengpässe und Fehllieferungen zu vermeiden. Die Identifikation von Warenbewegungen wird künftig über die RFID-Technologie besser erreicht als durch Barcodes. Im Business Integration Prof. Thome werden die Integrationsmöglichkeiten der neuen Komponenten und Softwarelösungen in die bestehende Infrastruktur untersucht. Andererseits werden völlig neue Wege für die logistisch adäquate Bereitstellung von Waren entwickelt.

 

Medienintegration

Lehren und Lernen mit Multimedia

Bereits seit 1989 entwickelt der Lehrstuhl Hypermedia-Systeme für die Aus- und Weiterbildung in BWL und Wirtschaftsinformatik. In dieser Zeit entstanden umfangreiche Selbstlernsysteme, die auf mehreren tausend (!) Bildschirmseiten den wohl umfassendsten multimedialen Einblick in die verschiedenen Themengebiete der Betriebswirtschaftslehre bieten. Innovative Ansätze garantieren hierbei nicht nur eine endbenutzerorientierte Erstellung und Strukturierung der Lerninhalte, sondern gewährleisten auch die Pflegbarkeit des Contents über die Zeit hinweg.

 

Business Intelligence

Einmalige Marktübersicht

Die Vielzahl der am Markt verfügbaren Lösungen für Management-Informations-, Data-Warehouse- und Planungssysteme im eigenen Labor zu testen und zu bewerten, ist ein langjähriger Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Dokumentiert wird das aufgebaute Wissen in den die Produkte vergleichenden Studien. Beraten werden Unternehmen bei der individuellen Strategiefindung und Produktauswahl.

 

Wissensmanagement

Aufbau praktikabler Ansätze

Analog zum diffusen Bild des Begriffs Wissen können 60 % aller Unternehmen auch nicht genau definieren, zu welchen konkreten Aufgaben das Management der Ressource Wissen führt. Mit dem von uns entwickelten Konzept der consultativen Informationsverarbeitung können Anwender bei der Bearbeitung von Vorgängen unterstützt bzw. angeleitet werden. Durch die Verknüpfung von Geschäftsprozessen mit Wissensbausteinen und Steuerungslogik werden proaktiv Vorschläge für die weitere Vorgehensweise angeboten und Warnhinweise vor ungünstigen Entscheidungen angezeigt.

 

Risikomanagement

Antworten für neuen Herausforderungen

Unternehmen stehen vor der Herausforderung mit ihren Risiken und Chancen systematischer umzugehen. Das Risikomanagement liefert hierfür Ansätze und Methoden. Von wachsender Bedeutung für eine effiiziente RM-Gestaltung ist die Unterstützung mit sog. RMIS (Risikomanagementinformationssystemen). Diese Systeme werden in unserem Risk Intelligence Lab kontinuierlich getestet und auf ihre Einsatzmöglichkeiten hin evaluiert.