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    Professur für Wirtschaftsjournalismus und Wirtschaftskommunikation

    Abschlussarbeiten

    Themen für Bachelor- und Masterarbeiten an der Professur für Wirtschaftsjournalismus

    Die Professur für Wirtschaftsjournalismus (Prof. Dr. Otto) betreut Bachelor- und Masterarbeiten. Kommen Sie bei Interesse gern auf uns zu. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Tool der Fakultät.

    Wir vergeben Arbeiten, die sich an einem unserer aktuellen Projekte anlehnen. So bekommen Sie einen Einblick in aktuelle Forschungsfragen, mit denen wir uns beschäftigen.

    Über die hier vorgeschlagenen Themen hinaus können Sie weitere Themen mit uns absprechen.

     

    Projekte:

    Forschungsprojekt „Wirtschaftspolitische Paradigmen als Deutungsmuster im öffentlichen Diskurs über Arbeitsmarktpolitik“

    Wirtschaftspolitische Entscheidungen resultieren aus Auffassungen über die Funktionsweise der Märkte. Die Wirtschaftswissenschaft kennt mit Angebots- und Nachfragepolitik zwei wirtschaftspolitische Strategien, die sich als Ausprägungen zentraler Paradigmen (Neoliberalismus/Keynesianismus) durchgesetzt haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Märkte gesteuert werden können: durch staatliche Intervention oder durch Selbstregulierung. Die Arbeitsmarktpolitik als Politikfeld der Wirtschaftspolitik gehört in der Bundesrepublik Deutschland zu den zentralen Politikfeldern. Es soll offengelegt werden, ob und wie sich neoliberale Deutungsmuster über Jahrzehnte im öffentlichen Diskurs zur Arbeitsmarktpolitik manifestieren und politische Entscheidungen dominieren konnten.

    In diesem Projekt wird im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung mittels Inhaltsanalyse untersucht, welche wirtschaftspolitischen Paradigmen in Deutungsmustern in öffentlichen und parlamentarischen Diskursen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik in den letzten 20 Jahren aufgetreten sind.

    Das Projekt wird von Prof. Dr. Kim Otto und Peter Kowalczyk betreut.

    Die Berichterstattung über die EZB

    Das Projekt untersucht die Darstellung der Geldpolitik der EZB in der deutschen und spanischen Medienöffentlichkeit. Damit soll der Diskurs über die Geldpolitik der EZB und ihre Ziele im Vergleich zwischen zwei europäischen Staaten erfolgen. 

    Die EZB richtet sich mit ihrer Kommunikationspolitik an die massenmediale Öffentlichkeit, um das Vertrauen der Märkte für ihre geldpolitischen Maßnahmen zu erlangen. „Eine erfolgreiche Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas ist für uns von größter Bedeutung“, erklärt die EZB, was angesichts des schwindenden Handlungsspielraums der klassischen geldpolitischen Instrumente nachvollziehbar scheint. Die medienöffentliche Darstellung der EZB und ihrer Instrumente ist zentral, damit diese wirken können. Daher soll die massenmediale Öffentlichkeit in der hier vorgeschlagenen Studie daraufhin untersucht, ob und wie sie über die geldpolitischen Instrumente der EZB berichtet und welche Deutungen der Geldpolitik der EZB dominieren.

    Das Projekt wird von Prof. Dr. Kim Otto betreut.

    Die Berichterstattung zur neuen italienischen Regierung in den deutschen Medien

    Am 01.06.2018 hat Giuseppe Conte bei Italiens Präsident seinen Amtseid als Regierungschef abgelegt. Damit regiert in Rom künftig ein Bündnis der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega. Seit der Bekanntgabe des Regierungsprogramms gilt Italiens Regierung den deutschen Medien derzeit als größte Gefahr für die EU, noch vor Brexit, Trump, Putin oder Flüchtlingen aus Afrika. „Gespenst einer nächsten Euro-Krise macht die Runde“ (Bild, 30.05.2018) oder Schlagzeilen wie " Dieses Europa ist in sechs Monaten am Ende" (Der Spiegel 26.10 2018). Der Streit eskaliert, sodass die Kommission ein Verfahren wegen Italiens Haushaltsdefiziten vorgeschlagen hat. Am 18.12.2018 schließlich einigten sich die EU-Kommission und Italien: Das ursprünglich für 2019 geplant italienische Haushaltsdefizite soll nur noch 2,04 Prozent statt 2,4 Prozent betragen.

    Insbesondere das sachliche Erklären von komplexen Zusammenhängen ist eine Hauptaufgabe des Wirtschaftsjournalismus und wird vom Deutschen Fachjournalisten Verband (DFJV) als zentrales Qualitätskriterium benannt (DFJV 2015). Das „Netzwerk Recherche“ bewertet den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland als zu unkritisch und fordert einen distanzierten, kritischen Wirtschaftsjournalismus (Netzwerk Recherche 2007: 6ff.).

    Die Berichterstattung über die italische Reformagenda soll daher in dieser Studie analysiert werden. Es soll dabei aufgezeigt werden, wann, wo und wie stark ein Fokus auf Sachlichkeit, Themen, Meinungen und Akteure gelegt wurde. Die zentrale Forschungsfrage „Wie wird über die italienische Reformagenda und ihre Umsetzung in deutschen Medien berichtet?“ soll, um eine systematische Beantwortung zu ermöglichen, in vier zentrale Unterfragen aufgegliedert werden:

    1. Inwieweit wird über die italienische Reformagenda und ihre Umsetzung in den deutschen Medien berichtet? Welche Aspekte und Politikfelder werden betrachtet, welche werden ausgelassen?
    2. Erfolgt diese Berichterstattung sachlich oder meinungsorientiert?
    3. Ist die Berichterstattung akteursorientiert oder eher themenorientiert?
    4. Gibt es Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien?

    Das Projekt wird von Prof. Dr. Kim Otto betreut.

     

    Anforderungen:

    Besuch einer Veranstaltung aus dem Bereich Wirtschaftsjournalismus