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    Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik - Prof. Dr. A. Winkelmann

    Komplex-e - Integrationsbasierte Komplexitätsreduzierung bei der Einführung von E-Standards in KMU

    Der Informationsaustausch zwischen mehreren Unternehmen verändert sich durch die Verbreitung neuer Technologien, betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Konsumenten. Aufgrund der Vielfalt an Informationssystemen, welche derzeit auf dem Markt verfügbar sind, ist eine Standardisierung bestimmter Prozessabläufe von großer Bedeutung. Die Verknüpfung mehrerer Informationssysteme ist gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil der IT-Infrastruktur im Industrie 4.0-Umfeld. Langfristig sollen unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse standardisiert werden, sodass weniger manuelle Eingriffe benötigt werden und eine Automatisierung die bestehenden, betrieblichen Abläufe beschleunigt.

    Eine Vernetzung von unterschiedlichen Geräten und Informationssystemen kann nur realisiert werden, wenn die betreffenden Informationssysteme miteinander kommunizieren können. Eine direkte Kommunikation scheitert jedoch meist an fehlenden Schnittstellen oder einer mangelnden Kompatibilität. Für einen reibungslosen Datenaustausch können E-Business-Standards verwendet werden. Durch Verwendung dieser wird eine gemeinsame Sprache beim Informationsaustausch festgelegt, sodass die Daten für eine automatische Weiterverarbeitung genutzt werden können. E-Business-Standards ermöglichen, dass unterschiedliche Systeme von verschiedenen Geschäftspartnern leichter miteinander verbunden werden können. Dadurch wird der Kommunikationsaufwand zwischen den beteiligten Unternehmen verringert und die Geschwindigkeit des Informationsaustausches erhöht. Ein manuelles Auslesen der Daten vom Ausgangssystem sowie ein manuelles Einpflegen in das Zielsystem wird somit vermieden.

    Unterschiede im Bereich der E-Business-Standards existieren hierbei im Spezifizierungsgrad des Standards, ob dieser offen oder geschlossen ist oder wie weit dieser verbreitet ist. Diese Faktoren bestimmen, inwiefern sich die Nutzung des Standards für ein Unternehmen lohnt. So hat sich beispielsweise der Identifikationsstandard GTIN im Einzelhandel bereits weitgehend durchgesetzt und ermöglicht die eindeutige Identifizierung eines Produktes mithilfe einer Zahlenkombination. Komplexere E-Business-Standards wie z. B. eCl@ss und BMEcat sind weniger stark verbreitet als die GTIN. Oftmals setzen die Unternehmen erst auf einen E-Business-Standard, wenn dies explizit von einem Kunden oder Lieferanten verlangt wird und deshalb eine Notwendigkeit besteht, diesen im Unternehmen einzuführen. Obwohl die Vorteile, welche durch einen Einsatz von E-Business-Standards möglich sind, bereits in Studien untersucht wurden, scheuen viele Unternehmen den Aufwand, der für die Einführung dieser Standards benötigt wird. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können die benötigten Ressourcen oftmals nicht aufbringen und scheuen das Risiko, falls sich die Investition nicht auszahlt.

    Das Forschungsprojekt Komplex-e des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik befasst sich darum derzeit im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit dieser Problematik und möchte diesen Unternehmen eine Hilfestellung bei der Einführung von E-Business-Standards geben. So soll die Komplexität der Einführung besser eingeschätzt werden, damit auch kleinere Unternehmen von den Vorteilen profitieren können. Zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung einer interaktiven eBusiness-Informationsplattform, die zur Verbreitung der E-Business-Standards beiträgt. Die Funktionen der Plattform werden in der nachfolgenden Grafik nochmals aufbereitet. Weiterführende Informationen finden sich auf der Projekt-Homepage www.komplex-e.de.

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