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Intern
    Lehrstuhl für BWL und Marketing

    Lehrstuhlphilosophie

    Schwerpunkte in Forschung und Lehre

     

    Die Zukunft nachhaltig mitgestalten und vor allem Unternehmergeist und strategisches Denken und Handeln fördern entspricht dem Selbstverständnis des Lehrstuhls. Dies verlangt nach einer gelebten Einheit von Forschung, Lehre und Praxis. Forschung und Lehre stehen im Dienste eines nachhaltigen strategischen Marketing-Managements verstanden als die eigentliche unternehmerische Aufgabe im Wettbewerbsprozess.

    Unser Selbstverständnis geht zurück auf den Stakeholder-Ansatz  und kommt in dem folgenden Zitat zum Ausdruck: „There must be a balance in all things!“ Ein „Management in Balance“ verbindet hohe unternehmerische Kreativität mit einem tiefen Verständnis für die gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme in einer globalisierten Weltwirtschaft, und zwar im Sinne von Creating Shared Value.                               

    Die Ziele in Lehre und Forschung  liegen darin,

    • eine wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Ausbildung anzubieten, um die Berufschancen der Studenten zu erhöhen und die Anforderungen der Praxis an qualifizierte Führungsnachwuchskräfte zu erfüllen und
    • zukunftsgerichtete Forschungsthemen von hoher gesellschaftlicher Relevanz mit engem Praxisbezug aufzugreifen und den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.

     

    Marketing- und Strategie-Verständnis

    Die Verbindung zwischen Marketing und Strategie auf der unternehmerischen Ebene kommt in dem folgenden Zitat von Peter Drucker zum Ausdruck:

    “There is only one valid definition of business purpose: to create a customer. (...) It is the customer who determines what the business is. (...) Because it is its purpose to create a [satisfied] customer, any business enterprise has two – and only these two – basic functions: marketing and innovation. (...) They are the entrepreneurial functions. (...) Actually marketing is so basic that it is not enough to have a strong sales department and to entrust marketing in to it. Marketing is not only much broader than selling, it is not a specialized activity at all. It is the whole business seen from the point of view of its final results, that is, from the customer’s point of view.”

    Quelle: Drucker, Peter F. (1954): The Practice of Management, S. 37 ff.

    Die Wurzeln dieser von Peter Drucker formulierten „Theory of the Business“ (1994, Harvard Business Review, S. 95-104) gehen zurück auf die Entrepreuneurship-Theorie von Schumpeter und damit auf die österreichische Schule der Nationalökonomie und deren weiteren Vertreter, insbesondere Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek. Gemeinsam vermitteln diese Nationalökonomen ein bis heute weit tragendes Verständnis für die unternehmerischen Aufgaben im Wettbewerb und die sich derzeit entwickelnden Ansätze im Bereich des „Strategic Entrepreneurship“.

    Die österreichische Schule bildet historisch gesehen auch die Brücke zwischen der „Theory of the Business“ und den wettbewerbsstrategischen Ansätzen von Michael Porter, und zwar auf der Ebene der „Business Strategy“ sowie den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Corporate Social Responsibility.

    Neben Corporate Citizenship und Stakeholder-Management - beide Ansätze streben danach, den Shareholder Value-Ansatz zu überwinden - wird der zukunftsweisende Ansatz des „Creating Shared Value“ in den Mittelpunkt gestellt. „Creating Shared Value“ beruht dabei auf einer als nachhaltig verstandenen unternehmerischen Aufgabe im Wettbewerbsprozess.

    Aktuell entwickelt sich das Marketing auf der strategischen Ebene rasant weiter. Es definiert sich neu über das Strategic Entrepreneurship ebenso wie über den wettbewerbsstrategischen Ansatz des Creating Shared Value. Dieser Ansatz stellt die Corporate Social Responsibility in den Mittelpunkt der unternehmerischen Aufgabe im Wettbewerb. Verlangt wird eine enge Verknüpfung zwischen Wettbewerbsstrategie und gesellschaftlicher Verantwortung der Unternehmen im Sinne von shared value creation.

    Die „liegende Acht“ verdeutlicht sinnbildlich die Aufgabe der Unternehmensführung und zeigt, wie sich das Marketing über den Strategie- und Wettbewerbs-Gedanken in der Entrepreneurship-Theorie verankert und so die Verbindung zur Corporate Social Responsibility und zum Creating Shared Value-Konzept herstellt.