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    Lehrstuhl für BWL und Industriebetriebslehre
    Global Supply Chain Design – Optimierung des globalen Zuliefer-, Produktions- und Distributions-Netzwerks

    Am Lehrstuhl für BWL und Industriebetriebslehre, Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky, an der Universität Würzburg wurde im Rahmen eines Dissertationsprojekts ein Modell entwickelt, das es erstmals erlaubt, alle wesentlichen Einflussgrößen auf den finanziellen Unternehmenserfolg sowie die Durchlaufzeit abzubilden und zu optimieren. Auf diese Weise können sowohl bestehende Wertschöpfungsnetze auf Verbesserungspotenziale hin überprüft als auch neue Netzwerke optimal gestaltet werden.

    Abbildung des gesamten Netzwerks

    Abgebildet werden dabei aktuelle bzw. potentielle Lieferanten, Produktionsstätten und etwaige Distributionszentren sowie die Ressourcen (bspw. Maschinenparks) in den Fertigungsstätten, alternative Produktionsprozesse sowie deren Kosten, Güterflüsse, einschließlich unternehmensinterne, zwischen allen Beteiligten über alle möglichen Transportmodi etc. sowie die prognostizierte Kundennachfrage nach den abzubildenden Produktarten.


    Abbildung globaler Güterflüsse und Netzwerkstrukturen

    Langfristig orientierte strategische Netzwerkplanung

    Da es sich bei der Gestaltung des globalen Zuliefer-, Produktions- und Distributions-Netzwerks um eine strategische Entscheidung handelt, erfolgt die Datenerhebung auf einem dem Zweck entsprechenden Aggregationsniveau und ist daher i.d.R. akzeptabel. Der Langfristigkeit der Entscheidungen wird über die mehrperiodig angelegte Optimierung des Unternehmenswerts (Free Cash Flow) Rechnung getragen. Parallel wird die maximal akzeptierte Durchlaufzeit mit optimiert. Durch eine rollierende Planung können Datenänderungen einbezogen werden.

    Einbeziehung aller relevanten globalen Parameter

    Der globale Charakter der Problemstellung wird dadurch berücksichtigt, dass alle relevanten Rahmenbedingungen hinsichtlich der physischen Logistik, der Zollvorschriften, einschließlich Rückerstattungen und Verrechnungen, von Local Content-Vorschriften, unterschiedlichen Kosten- und Produktivitätssituationen, abweichende Steuersätze, Subventionen etc. und Wechselkursschwankungen abgebildet werden.
    Als ein weiterer Aspekt können bei der Gestaltung der globalen Wertschöpfungsaktivitäten auch ökologische Kriterien beachtet werden. Zu denken ist hierbei beispielsweise an den CO2-Ausstoß entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

    Optimierung und Sensitivitätsanalyse

    Im Gegensatz zur einer Beschränkung auf den in der Praxis üblichen Vergleich von Alternativen wird mit dem Modell, das mittels einer leistungsfähigen, kommerziellen Software implementiert wurde, eine echte Optimierung dieser extrem komplexen Problemstellung erreicht. Zudem können auf einfache Weise simulative Untersuchungen an-gestellt werden, bspw. wie sich die optimale Konfiguration des Netzwerks bei Veränderungen der eingehenden Parameter ändert (Sensitivitätsanalysen).


    Einfache Durchführung von Sensivitätsanalysen

    Tool-gestützte Analyse des Wertschöpfungsnetzwerkes

    Die Tool-gestützte Optimierung ermöglicht diverse Auswertungen und Analysen in relativ kurzen Rechenzeiten, so dass eine bedarfsgerechte Anzahl alternativer Basiskonfigurationen berücksichtigt werden kann.


    Untersuchung der Auswirkungen von Durchlaufzeitverkürzungen auf den Kapitalwert

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    Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky
    Tel. 0931-31-2936 oder 0931/31-2407
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