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    Lehrstuhl für BWL und Industriebetriebslehre

    Globalisierung der Wirtschaft

    Viele Länder, so auch Deutschland, verdanken ihren Wohlstand und ihr Wachstum zum größten Teil ihrer Einbindung in den globalen Handel und die internationale wirtschaftliche Vernetzung hinsichtlich Einkauf, Produktion und Absatz. Ökonomen betonen seit langem die Vorteile internationaler wirtschaftlicher Beziehungen und die wohlstandssteigernde Wirkung internationalen Wettbewerbs. Der Hintergrund der Globalisierung ist primär ökonomischer Natur – vorangetrieben wird der Prozess der weltweiten Vernetzung vor allem durch Handel und durch die Aktivitäten multinationaler Unternehmen. Globalisierung ist ein dynamischer Prozess, in welchem sich die Lebensbedingungen auf der Welt in einem Tempo und Ausmaß verändern, wie nie zuvor in der Geschichte. Mit dem teilweise rasanten Aufstieg ehemaliger Entwicklungs- und Schwellenländer (aktuell im Zentrum des Interesses, z.B. China, Indien) finden derzeit gigantische Veränderungen und Verschiebungen in der Weltwirtschaft statt.

    Interkulturelle Kontakte

    Interkulturelle Kontakte kommen auf verschiedenen Wegen zustande. Sie können einerseits entstehen, wenn Personen aus einem Land in ein Land mit einer anderen Kultur reisen, egal ob als Touristen oder als Geschäftsreisende. Zwar ist derzeit im beruflichen Kontext immer noch eine Minderheit von Berufstätigen direkt betroffen, die interkulturellen geschäftlichen Kontakte im Ausland werden jedoch ohne Frage an Zahl und Bedeutung zunehmen. Bereits bedeutsamer ist die zweite Form des interkulturellen Kontakts, der im Heimatland selbst stattfindet. Die großen Migrationsbewegungen der vergangenen Jahrzehnte haben dazu geführt, dass heute unterschiedliche Kulturen auf engem Raum zusammenstoßen, z.B. als Mitarbeiter eines Unternehmens, wo auch immer häufiger Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung in Arbeitsgruppen (Teams) zusammenwirken, so dass der interkulturelle Kontakt für viele zu einem Teil des Arbeitsalltags wird.

    Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation

    Interkulturelle Kompetenz ist in der heutigen Zeit eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Auftreten im staaten- und kulturübergreifenden Geschäftsverkehr. Entsprechend hat der Erwerb interkultureller Kompetenz vor allem auch für das Berufs- und Geschäftsleben stark an Bedeutung gewonnen. Interkulturelle Kompetenz ist dabei wesentlich mehr als nur ein weiterer „Aufzählungspunkt“ auf der stetig wachsenden Liste der "soft skills“, da sie gewissermaßen eine Klammer um alle relevanten „soft skills“ bildet. In dieser Funktion ist interkulturelle Kompetenz als eine zentrale Schlüsselqualifikation zu sehen. Aus der unternehmerischen Praxis ist bekannt, dass entsprechende Kompetenzen oft für den Geschäftserfolg entscheidend sind und teilweise als wichtiger angesehen werden als besonders ausgeprägte Fachkompetenzen.

    Herausforderungen der Globalisierung für das Individuum

    Vor dem Hintergrund des weltweiten Wettbewerbs der Wirtschaftssysteme, aber auch der Kulturen, der politischen und der Rechtssysteme kann heute kein zukünftiger Mitarbeiter in Unternehmen, Behörden, Lehr- sowie Forschungseinrichtungen, Medien und Politik die globalen Herausforderungen ignorieren. Dies gilt umso mehr für zukünftige Führungskräfte, wie sie die jeweiligen Studentengenerationen an Universitäten darstellen. Die Kenntnis von Sprachen dürfte für Kontakte in Staaten, die ähnlich geprägt sind wie das eigene Land, vielleicht als Grundanforderung noch halbwegs ausreichend sein, wobei dies bei engeren Kontakten mit Organisationen und Menschen aus anderen Ländern bereits in Frage zu stellen ist. Spätestens bei Berücksichtigung der heute und in Zukunft dynamischsten Regionen wie Mittel- und Osteuropa, der Türkei, Russland, Südasien (insbesondere Indien) und Südost-Asien (nicht nur, aber vor allem der Volksrepublik China) wird überdeutlich, dass Sprachkenntnisse allein nicht ausreichen, um erfolgreiche und gewinnbringende Kontakte in diese Regionen aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

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