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    Lehrstuhl für Finanzwissenschaft

    DFG-Forschungsprojekt (2009-2012)

    Humankapitalbildung, Einkommensunsicherheit und öffentliche Finanzpolitik

    In diesem Projekt wurde ein stochastisches Gleichgewichtsmodell mit individuellen Entscheidungen über die Hochschul- und berufliche Fortbildung entwickelt, mit dem die Wohlfahrtskonsequenze von Steuer-, Renten- und Bildungsreformen in Deutschland quantifiziert werden können. Ausgangspunkt ist der bekannte Ansatz von Heckman, Lochner und Taber (1998), in dem die Humankapitalakkumulation sowohl als diskrete Entscheidung über den Hochschulzugang als auch als stetige Weiterbildung während des Erwerbslebens modelliert wird. Das Projekt erweitert diesen Ansatz um die Berücksichtigung von Einkommensunsicherheit und die Modellierung des Transitionspfades zum langfristigen Gleichgewicht. Im langfristigen Referenzgleichgewicht wird das aktuelle deutsche Finanzsystem modelliert. Anschließend werden verschiedene Reformen des Steuersystems (z.B. Abbau der Progression, Übergang zu Konsumsteuern), des Rentensystems (z.B. Anhebung der Regelaltersgrenze, Einführung einkommensunabhängiger Renten) sowie der Bildungsfinanzierung (z.B. Einführung von Studienbeiträgen und Bildungskrediten) simuliert und deren kurz- und langfristige Wachstums-, Verteilungs- und Effizienzwirkungen quantifiziert.

    Literatur: 

    F. Kindermann (2012): Humankapital, Einkommensunsicherheit und öffentliche Finanzpolitik, Mohr Siebeck: Tübingen.

    F. Kindermann (2012):  Welfare Effects of Privatizing Public Education When Human Capital Investments are Risky, Journal of Human Capital 6 (2), 87-123.

    F. Kindermann (2012): Pension Funding and Human Capital, Working Paper, University of Würzburg.

     

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