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    Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Vertrags- und Informationsökonomik

    Informationsökonomik

    Seit den 1960er und 1970er Jahren wird in der mikroökonomischen Theorie anerkannt,  dass zahlreiche ökonomische Transaktionen durch asymmetrische Informationsverteilung gekennzeichnet sind, d.h., eine der beteiligten Parteien besitzt private Information, zu der die übrigen Parteien keinen Zugang haben. So ist, zum Beispiel, der Hersteller in der Regel besser über die Qualität des von ihm angebotenen Produkts informiert als die potenziellen Käufer dieses Produkts. Solch eine asymmetrische Informationsverteilung stellt eine maßgebliche Ursache für die Ineffizienz ökonomischer Transaktionen dar. Die Informationsökonomik (und im allgemeinen und die Vertragstheorie im Speziellen Vertragstheorie nimmt sich der Frage an, auf welche Weise auf die aus asymmetrischer Informationsverteilung resultierenden Friktionen durch die geeignete Gestaltung von Verträgen bzw. institutionellen Rahmenbedingungen reagiert werde sollte.

     

    Kapitel 1: Moralisches Risiko

    • Kapitel 4 in J.-J. Laffont und D. Martimort (2002), "The Theory of Incentives"

    Kapitel 2: Relative Leistungsturniere

    • Kapitel 3 in M. Kräkel, "Organisation und Management"

    Kapitel 3: Adverse Selection

    • Kapitel 2 in J.-J. Laffont und D. Martimort (2002), "The Theory of Incentives"

    Kapitel 4: Unvollständige Verträge

    • Kapitel 2 in O. Hart (1995), "Firms, Contracts, and Financial Structure"

     

    Voraussetzungen

    Die Vorlesungsinhalte werden mit Hilfe mathematisch präziser Modelle erarbeitet. Vor diesem Hintergrund wird Vertrautheit mit den Grundlagen der Differentialrechnung vorausgesetzt. Weitere mathematische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das in den Kapiteln 2 und 4 der Vorlesung verwendete spieltheoretische Lösungskonzept des Nash Gleichgewichts wird in der Vorlesung hinreichend ausführlich besprochen, so dass spieltheoretische Vorkenntnisse nicht erforderlich sind. Ökonometrische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.     

     

    Literatur

    Die oben angeführten Literaturhinweise sind nicht als Pflichtlektüre zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um Literaturhinweise, die es erlauben, die Vorlesungsinhalte zu wiederholen und bei Interesse zu vertiefen.