Intern
    Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik - Prof. Dr. A. Winkelmann

    Field Reports

    Die nachfolgenden Hinweise und Tipps wurden von Studenten erstellt, die in den vergangenen Jahren am Austauschprogramm teilgenommen haben. Für die Korrektheit und Aktualität kann demnach keine Garantie gegeben werden, gleichwohl die Informationen von Zeit zu Zeit aktualisiert und geprüft werden.

    Studieren und Leben an der FGCU

    Vorlesungen

    Die Vorlesungen an der FGCU sind sehr verschult. Bei den meisten Kursen gibt es Anwesenheitspflicht und meistens auch Mitarbeitsnoten. Der Gebrauch von Handy und Laptop ist in manchen Kursen nicht gern gesehen. Bei manchen Professoren müssen sich Studenten, die einen Laptop verwenden in die erste Reihe setzen.

    Die Prüfungsleistungen ziehen sich durch das komplette Semester. Es gibt meistens zwischen 2 und 4 Klausuren (Midterms und Finals), mündliche Mitarbeitsnoten, Hausaufgaben und Präsentationen. In manchen Veranstaltungen muss man auch wöchentlich, meistens online, etwas abgeben oder kleine Referate halten. Die Unterschiede zwischen den Professoren (Aufwand, Unterricht, Atmosphäre) sind teilweise sehr groß. Es lohnt sich, vor der Stundenplanerstellung einen Blick auf www.ratemyprofessor.com zu werfen, das Internetportal ist in Amerika sehr geläufig, daher auch ständig aktualisiert. Alle Professoren zeigen jedoch viel Verständnis für internationalen Studenten. Bei Problemen lohnt es sich meist sofort auf den Professor zuzugehen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Falls man auf diesem Wege zu keinem befriedigenden Ergebnis kommt, ist es hilfreich das College of Business zu kontaktieren.

    In den Master Veranstaltungen waren wir in der Regel zwischen 10 und 15 Studenten in der Vorlesung, die oft in interaktiver Form gehalten wurde. Die Bachelor Veranstaltungen waren laut Erzählungen etwas größer (20-25 Studenten). Je nach Aufbau der verschiedenen Veranstaltungen gab es Hausaufgaben oder Präsentationen, die regelmäßig für die jeweiligen Veranstaltungen angefertigt werden mussten. Ebenfalls anders als bei uns gibt es neben einem Final Exam auch das sogenannte Midterm Exam, welches Ende Februar war.

    Die Vorlesungen waren eine gute Möglichkeit unser Englisch zu verbessern, da wir insbesondere durch Präsentationen das freie sprechen üben konnten. Die Klausuren waren verglichen zu unseren Klausuren einfacher, man muss jedoch regelmäßig seine Leistungen in Form von Hausaufgaben/Präsentationen erbringen. Generell war das Studium an der FGCU deutlich anwendungsorientierter als es in Deutschland der Fall ist.

    Housing

    Die Dorms befinden sich am Ufer eines kleinen Sees, man lebt in 4er-WGs mit 2 Bädern, einer Küche und einem Wohnzimmer. Die Zimmer sind recht klein und möbliert mit einem kleinen Bett, einer Kommode, Schreibtisch und Kleiderschrank. Da man sich aber in der Regel sowieso am campuseigenen Strand, im Gym, dem Aquatics Center, den zahlreich vorhandenen Tennisplätzen oder am Volleyball-/Basketballfeld aufhält, ist die geringe Größe der Zimmer eigentlich kein Problem. Die Benutzung der zahlreichen Sporteinrichtungen ist für FGCU Studenten kostenlos. Inzwischen ist der gesamte Housing-Bereich mit W-LAN ausgestattet, selbst in den Laundries gibt es einen öffentlichen W-LAN-Bereich.

    Verpflegung

    Verpflegungstechnisch hat die FGCU einiges zu bieten. Neben dem FGCU Dining, einer Art Mensa, die für knapp 10$ all-you-can-eat Mahlzeiten anbietet, hat die FGCU zahlreiche kleinere Fastfood-Ketten, die sich auf dem Campus befinden. Dazu gehören uns bekannte Ketten wie Subways, Starbucks, Taco Bell und viele mehr. Für diese gibt es sog. Meal-Plans, mit denen man sich größeres Guthaben für Essen kaufen kann und dabei verschiedene Discounts erhält. Genutzt habe ich diese Möglichkeit nicht, da ich meist nur abends Vorlesungen hatte und so nur recht wenig auf dem Campus gegessen habe.

    Neben diesen Möglichkeiten sind auf dem Campus häufig verschiedene Veranstaltungen zu finden, die den Studenten free-food anbieten, meistens in Form von bestellter Pizza.

    Jedes der von uns bewohnten Apartments besitzt jedoch auch eine Küche, sodass natürlich auch die Möglichkeit besteht, selbst zu kochen.

    Einkaufsmöglichkeiten

    Zum Einkaufen von Lebensmitteln bieten sich in der Nähe des Campus der Supermarkt Target (Gulf Coast Town Center) sowie der Supermarkt Publix (südliches Ende des Ben Hill Griffin Parkway) an. Für große Einkäufe lohnt es sich jedoch auch zum ca. 25 Minuten entfernten Walmart (6 Mile Cypress Parkway) zu fahren, da dieser teilweise deutlich günstiger ist und 24h geöffnet hat.

    Für sonstiges Shopping, beispielsweise von günstiger Kleidung, eignen sich das Gulf Coast Town Center, der Coconut Point (an der US 41 in Richtung Estero) und insbesondere das sehr günstige Miromar Outlet (Ben Hill Griffin Parkway gegenüber von Publix).

    Zum Gulf Coast Town Center besteht für amerikanische Verhältnisse auch eine sehr gute Busverbindung (die auch noch umsonst ist, jedoch nur bis ca. 21 Uhr bedient wird). Ausgehend von der Drop-off Zone am Campus fährt jede halbe Stunde ein Bus nach Westlake Village (direkt neben dem das Gulf Coast Town Center), zudem fährt von Donnerstag bis Sonntag ein Shuttlebus (jede Stunde) vom Campus Housing aus.

    Handy

    Eine amerikanische Handynummer ist sinnvoll, um sich im Alltag problemlos mit den anderen Studenten verabreden zu können. In Amerika zahlt man nicht nur für ausgehende Anrufe/SMS sondern auch für eingehende Anrufe bzw. das Empfangen von SMS. In Super- oder Elektromärkten, oft auch an Tankstellen, kann man eine SIM- Karte mit oder ohne Handy erwerben, die Prepaid-Tarife sind relativ günstig. Auf dem Campus haben die Netze von Verizon, MetroPCS und AT&T zum Beispiel vollen Empfang. Eine Prepaid- Minute kostet zwischen 0,06 $ und 0,20 $. SMS kosten meistens eine halbe Minute. Eine SIM- Karte mit Handy und Freiminuten gibt es ab 15 $.

    Von den Mobilfunkanbietern werden zu Beginn verschiedene Tarifmodelle (Phone und Data Plans) vorgeschlagen (z. B. für 20 $ erhält man 400 Freiminuten; für 25 $ erhält man 400 Freiminuten und Frei-SMS usw.). Es können aber auch Pay-as-you-use-SIM-Karten gekauft werden. Aus Erfahrung heraus ist es meisten am günstigsten einen der teureren Tarife zu nutzen. Ein Tarif bei MetroPCS z. B. für 45 $ beinhaltet eine SMS-, Internet- und Telefon-Flatrate, wobei hier keine SIM-Karten, sondern ein komplettes Handy (ab 19 $) erworben werden muss. Wer enger mit den Freunden zuhause verbunden sein möchte kann auch für nur 5 $ Aufpreis noch eine SMS-Flatrate in alle weltweiten Handynetze (also auch nach Deutschland) dazubuchen. Wer jedoch ein WLAN-fähiges Smartphone besitzt, kommt dank Facebook, WhatsApp und Skype auch ohne Handy gut zu Recht, da überall Wifi vorhanden ist. Aktuell am günstigsten ist von H2O Wireless die SIM (einmalig 9,99$ Anschaffungsgebühr) mit monatlich frei wählbarem Volumen. Für 30$ bekommt man beispielsweise Flats im amerikanischen Netz für SMS, MMS und Telefonie und auch internationale SMS. Hinzu kommt ein 5$ Guthaben um ins Ausland zu telefonieren, und 500MB Datenvolumen. Das reicht für normalen Facebook und WhatsApp Gebrauch aus.

    Achtung: Wenn jemand aus Deutschland anruft, zahlt man mit seinen auf dem Konto verfügbaren Freiminuten. Wenn man allerdings keine Freiminuten mehr hat, wird es sehr schnell sehr teuer. Daher ist ein Tarif mit unbegrenzten Freiminuten zu empfehlen.

    Auto

    Wie bereits beschrieben, befinden sich Möglichkeiten fürs Einkaufen oder für andere Aktivitäten etwas außerhalb der FGCU, die meistens nur mit Auto oder Bus erreichbar sind. Der Weg vom Wohnheim zum Uni Campus, auf dem die Veranstaltungen stattfinden ist recht kurz, sodass laufen die sinnvollste Möglichkeit ist (es gibt auch Shuttle Busse, man fährt aber länger Bus als wenn man läuft).

    Es gibt die Möglichkeit am FGCU Campus ein Auto zu mieten, welches stundenweise oder auch für einen ganzen Tag ausgeliehen werden kann. Wir haben diese Möglichkeit für verschiedene Einkäufe bzw. auch einige Roadtrips genutzt.

    Auch haben uns oft viele Studenten/WG-Mitbewohner angeboten, uns zum Beispiel zum Einkaufen mit dem Auto mitzunehmen.

    Es ist also generell von Vorteil ein Auto zu haben, ob man sich für die Zeit eines Semesters ein Auto kaufen will, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Wir sind mit den Möglichkeiten, die es an der FGCU gab, relativ gut zurechtgekommen.

    Ansonsten kann man natürlich auch einige der verschiedenen Autovermieter am Flughafen nutzen, die, gerade wenn man schon über 25 Jahre alt ist, gute Angebote haben (ab 25€/Tag).

     

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