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    Juniorprofessur für Empirische Regional- und Außenhandelsforschung

    Aktuelles

    September 2017: Wie sich Industrieroboter auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken

    Nach Japan ist Deutschand fürhend in der Herstellung von Industrierobotern. In der aktuellen politischen und ökonomischen Diskussion wird häufig die Befürchtung geäußert, dass Roboter Arbeitsplätze im Industriesektor verdrängen würden. Gerade in den USA scheinen erste Forschungsergebens diese These zu stützen. In einer aktuellen Studie untersuche ich gemeinsam mit Sebastian Findeisen, Jens Südekum und Nicole Wößner, wie sich der Einsatz von Industrierobotern auf den deutschen Arbeitsmarkt auwirkt. Wir finden keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Roboter negativ auf die Gesamtbeschäftigung auswirken. Sie haben jedoch zum Strukturwandel beigetragen: jeder zwischen 1994 und 2014 neu installierte Roboter hat zwei Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe verdrängt. Gleichzeitig wurden jedoch zwei neue im Dienstleistungssektor geschaffen. Dies geschieht allerdings nicht zum Leid bereits beschäftigter Personen. Deren Jobstabilität beim ursprünglichen Arbeitgeber stieg aufgrund der Roboter sogar an. Wir beobachten dagegen einen systematischen Rückgang von Neueinstellungen in jenen Branchen, die besonders viele Roboter einsetzen. Die erhöhte Jobstabilität ist für gering- und mittelqualifizierte Beschäftigte jedoch mit Lohneinbusen verbunden, während hochqualifizierte Manager und Ingeneure vom Einsatz von Robotern profitieren. Eine Zusammenfassung der Studie ist als Kolumne im englischsprachigen Portal VOX erschienen, das ausführliche Diskussionspapier ist hier zum Download verfügbar.

    Juli 2017: IAB-Kurzbericht zu den Auswirkungen des internationalen Handels auf Erwerbsverläufe

    Gemeinsam mit Jens Südekum, Sebastian Findeisen habe ich einen IAB-Kurzbericht veröffentlicht. Darin diskutieren wir, wie sich der internationale Handel in den Erwerbsverläufen von Beschäftigten im deutschen Industriesektor widerspiegelt. Exportchancen führen zu mehr Beschäftigungsstabilität und höheren Löhnen. Wir finden aber auch, dass Importkonkurrenz Jobs in Branchen wie der Schuhindustrie oder bei Herstellern von elektronischen Bauteilen unsicherer gemacht hat. Betroffene Beschäftigte sind dadurch zwar kaum von Arbeitslosigkeit bedroht, wechseln jedoch häufig in teils schlechter bezahlte Dienstleistungsjobs.

    Januar 2017: Deutschsprachige Beiträge über die Verlierer(-regionen) der Globalisierung in Deutschland

    Meine Co-autoren Jens Südekum, Sebastian Findeisen und ich haben unsere Ergebnisse zu den Arbeitsmarkteffekten der Globalisierung auf diversen Plattformen für die interessierte Fachöffentlichkeit veröffentlicht: Wirtschaftsdienst und Ökonomenstimme

    August 2016: Stellenausschreibung für eine studentische Hilfskraft

    Wir suchen ab dem Sommersemester 2016 eine neue Studentische Hilfskraft für das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „The Causal Impact of Trade Integration on Individual Workers: Job Stability, Earnings, and Geographical Labor Mobility“ (Mitarbeit in Datenrecherche, -erfassung und -bearbeitung, Unterstützung in Literatur- recherche, Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, sowie bei weiteren allgemeinen Bürotätigkeiten).

    Details finden Sie hier: Stellenausschreibung

    März 2016: Erwähnung in der NY Times

    Gemeinsam mit Sebastian Findeisen (Uni Mannheim) und Jens Südekum (DICE Düsseldorf) habe ich einen Beitrag zum Thema "Globalization and the nature of German manufacturing jobs"  im Politikberatungsportal VOXeu veröffentlicht (link).

    Die Kolumne wurde u.a. in einem Artikel auf der Homepage der NY Times zitiert (link).

    Januar 2016: Neues Diskussionspapier

    Mein neuester Artikel mit Sebastian Findeisen (Uni Mannheim) und Jens Südekum (DICE Düsseldorf) "Adjusting to Globalization - Evidence from Worker-Establishment Matches in Germany" ist nun als Diskusionspapier in den Reihen des CEPR und DICE (link) erschienen.


    Wir untersuchen in dieser Arbeit, wie sich der Außenhandel auf die Karrieren einzelner Beschäftigter im verarbeitenden Gewerbe auswirkt. Anhand einer 2%-Stichprobe aller deutschen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Jahren 1990-2010 zeigen wir, dass durch die steigende Konkurrenz durch Importe aus China und Osteuropa die Einkommen in betroffenen Branchen gesunken sind. Beschäftigte können durch einen Wechsel in andere Wirtschaftszweige die negativen Auswirkungen des Handels allerdings nur teilweise abfedern. Wir finden dagegen nicht, dass Exporte ebenfalls zu Mobilität führen: Beschäftigte wechseln nicht gezielt in Branchen, die vermehrt von den Exportchancen in China und Osteuropa profitieren.

    August 2015: Neue Publikation

    Mein gemeinsamer Artikel mit Erwin Winkler und Hans-Jörg Schmerer (Fernuni Hagen) "Exporters and Wage Inequality during the Great Recession - Evidence from Germany" (link) wurde zur Veröffentlichung in der Zeitschrift Economics Letters akzeptiert.

    Bei sonst gleichen Eigenschaften erhalten Angestellte einen höheren Lohn, wenn sie in exportierenden Betrieben arbeiten. In dem Artikel untersuchen wir, wie sich diese so genannte Exporter Wage Premium während der Wirtschaftskrise entwickelt hat. Wir zeigen, dass Exporteure nach der Krise die Löhne schneller reduziert haben als nicht-Exporteure, um sich an den Nachfragerückgang anzupassen. Dies hatte einen nachhaltigen, negativen Effekt auf die Lohnungleichheit in Deutschland.

    Juni 2015: Neue Publikation

    Mein gemeinsamer Artikel mit Jens Südekum (Uni Düsseldorf) "Globalization and Local Profiles of Economic Growth and Industrial Change" (link) wurde zur Veröffentlichung im Journal of Economic Geography akzeptiert.

    In dem Artikel untersuchen wir den Strukturwandel in deutschen Regionen über die vergangenen 30 Jahre. Wir zeigen, dass Regionen nicht unbedingt dann stärker wachsen, wenn sie den gesamt-deutschen Trend der Deindustrialisierung folgen. Entscheidend ist vielmehr, wie stark die lokale Industrie von den Chancen bzw. Risiken des zunehmenden internationalen Handels betroffen ist.

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    Juniorprofessur für Empirische Regional- und Außenhandelsforschung am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, internationale Ökonomik
    Sanderring 2
    97070 Würzburg

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