Intern
Seniorprofessur für VWL, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen

F.A.Z.-Konferenz zur Zukunft des Sozialstaats

23.11.2010

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat am 18-19. November führende Wissenschaftler, darunter auch Prof. Peter Bofinger, und bedeutende Vertreter der Praxis zu einem grundlegenden und perspektivischen gesellschaftlich-politischen Gespräch eingeladen.

Auf der F.A.Z- Konferenz, zu der die Zeitung gemeinsam mit dem Verfassungsrichter Udo di Fabio und dem Historikers Andreas Rödder eingeladen hatte, wurde rund um das Thema "Sozialstaat" diskutiert.

Warum ist der Sozialstaat in der Krise geraten? Was lässt sich zu seiner Rettung unternehmen? Was lässt sich verlässlich prognostizieren? Was heißt "Solidarität" und was ist "gerecht"? Mit diesen Fragen haben sich die eingeladenen Gäste aus Wissenschaft und Praxis intensiv beschäftigt, darunter Werner Plumpe (Historiker,  Uni Frankfurt), Axel Börsch-Supan (Volkswirt, Mannheim), Andreas Voßkuhle (Freiburger Staatsrechtslehrer, Präsident des Bundesverfassungsgerichts), Prof. Peter Bofinger (Uni Würzburg) und Karl-Heinz Paque (Ökonom, Uni Magdeburg).

In jeweils einem ca. 15-minütigen Vortrag hatte jeder der Teilnehmer die Möglichkeit, seine Ansichten bezüglich der aktuellen Lage des deutschen Sozialstaates darzulegen. In den eher allgemein gehaltenen Ausführungen wurden die Anpassungsleistung, die Flexibilität und die Stabilisierungswirkung des Sozialstaates betont, die Ausgangsthese von der Krise des Sozialstaates wurde allerdings im Verlauf der Diskussion nie vollständig dementiert. Konkrete Vorschläge zur Lösung der Krise des Sozialstaates lieferte Prof. Peter Bofinger. Er plädierte für die Einführung des Mindestlohns und der negativen Einkommenssteuer, für die Erhöhung der Bildungsausgaben und eine Senkung der Sozialabgaben.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Konferenz können Sie hier nachlesen.

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