Abschlussarbeiten
Themen für Bachelor- und Masterarbeiten:
Die Professur für Wirtschaftsjournalismus und Wirtschaftskommunikation (Prof. Dr. Otto) betreut Bachelor- und Masterarbeiten. Kommen Sie bei Interesse gern auf uns zu. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Tool der Fakultät (FLIP).
- Es findet regelmäßig ein Bachelor- bzw. Masterkolloquium statt: Die Studierenden, welche vor der Master- bzw. Bachelor-Arbeit stehen, erarbeiten und diskutieren Konzepte für ihre Abschlussarbeiten. Dabei erlernen die Studierende die strukturierte Erstellung einer wissenschaftlichen Hausarbeit sowie einer Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse anhand relevanter Themenstellungen aus den Bereichen des Wirtschaftsjournalismus und der Wirtschaftskommunikation.
- Wir vergeben Arbeiten, die sich an einem unserer aktuellen Projekte anlehnen. So bekommen Sie einen Einblick in aktuelle Forschungsfragen, mit denen wir uns beschäftigen. Aus diesem Grund erfolgt die Bearbeitung der Thesis in enger Zusammenarbeit mit der Professur für Wirtschaftsjournalismus und Wirtschaftskommunikation.
- Es wird für beide eine verpflichtende Abschlusspräsentation geben.
Über die hier vorgeschlagenen Themen hinaus können Sie (nur Masterarbeiten) weitere Themen mit uns absprechen.
Anforderungen:
Besuch einer Veranstaltung aus dem Bereich Wirtschaftsjournalismus und Wirtschaftskommunikation.
Hinweise und Formatvorlagen für Thesen/ Seminararbeiten
Leitfaden für gendersensibles und inklusives Schreiben bei uns erhältlich!
Projekte:
Framing Performance Framework (aktuell)
In einer Zeit, in der Massenmedien maßgeblich öffentliche Meinungen und politische Diskurse prägen, wird die systematische Messung medialen Framings zu einem zentralen wissenschaftlichen Anliegen. Framing – die Art und Weise, wie Themen ausgewählt, betont und interpretiert werden – beeinflusst, welche Aspekte gesellschaftlicher Realität sichtbar werden und welche verborgen bleiben. Ein Forschungsprojekt, das Framing-Muster in Massenmedien empirisch erfassbar macht, leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Medientransparenz und zur demokratischen Öffentlichkeit: Es schafft die Grundlage, um Verzerrungen zu erkennen, Berichterstattungsmuster über Zeit und Länder hinweg zu vergleichen und fundierte Aussagen über den medialen Einfluss auf gesellschaftliche Debatten zu treffen.
Climate Change Communication (aktuell)
Die Klimakrise ist sichtbar in allen Bereichen der Gesellschaft. Wir befassen uns damit, welche Rolle die Massenmedien rund um die Klimakrise spielt. Untersucht werden alle Tagesschau und Heute Sendungen der letzten Jahre, die einen Bezug zur Klimakrise haben. Wir untersuchen das Framing der Massenmedien und möchten in einem zweiten Schritt erkunden, ob und wenn ja, inwiefern sich das Framing auf die Wahrnehmung der Bevölkerung zur Klimakrise auswirkt.
(Intersektionalier) Feminismus Communication in sozialen Medien
Sprache prägt die Realität. Die Diskurse über Gleichberechtigung von Frauen* sind und werden stetig sichtbarer in allen Gesellschaftsbereichen. Dabei spielt die Deutung der führenden politischen Elite eine prägende Rolle, wie Frauen* in der Gesellschaft angesehen werden. Wir möchte uns damit beschäftigen, ob und wie strategische politische Akteure der aktuellen Bundesregierung Feminimus bzw. intersektionalen Feminismus kommunizieren. Untersucht wird damit das Framing der strategischen Politiker*innen auf der Social media Plattform Twitter.
Climate Change Communication in sozialen Medien
Die Klimakrise ist sichtbar in allen Bereichen der Gesellschaft. Wir möchten uns damit beschäftigen, welche Rolle die Massenmedien, insbesondere die Social Media Plattform Twitter, in der Kommunikation rund um die Klimakrise spielt. Im Speziellen widmen wir uns der Frage, wie strategische politische Akteure die Klimakrise framen. Politische Akteure versuchen, die Medien, Rezipierende oder die Gesellschaft davon zu überzeugen, dass diese sich bei ihrer Meinungsbildung auf bestimmte Aspekte eines Themas zu konzentrieren und nicht auf andere. Untersucht wird das Framing strategischer Akteure verschiedener politischer Parteien der aktuellen Bundesregierung.
Strategische Kommunikation politischer Akteure (strategisches Framing) und die Wirkung dessen auf die Massenmedien
Um einen Wahlkampf zu gewinnen, nutzen politische Akteure Strategien bei der Kommunikation von Themen und kämpfen für ihre Sicht gegen konkurrierende Auffassungen von dem, was auf dem Spiel steht. Politische Akteure versuchen, die Medien, Rezipierende oder die Gesellschaft davon zu überzeugen, dass diese sich bei ihrer Meinungsbildung auf bestimmte Aspekte eines Themas zu konzentrieren und nicht auf andere. Der Prozess der Wirkung dieser strategischen Kommunikation auf die Massenmedien wird als Frame-Buildings-Prozess verstanden. Es besteht die Anname, dass dabei die politische Elite die Führung übernimmt und somit die Agenda der Massenmedien bestimmt. Die Funktion der Massenmedien besteht darin, Informationen zu vermitteln, zu informieren, aber auch zum Meinungsbildungsprozess der Rezipierenden beizutragen. Untersucht werden soll dieser Einflussprozess unter Zuhilfenahme verschiedener Annahmen.
Die Berichterstattung über COVID-19 in internationalen Medien
Die weltweite Pandemie der durch das Virus SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) ausgelöste Erkrankung COVID-19 hat die erhebliche Relevanz der Gesundheitskommunikation verdeutlicht. Die Massenmedien verbreiten gesundheitsrelevante Informationen über die Entwicklung und Eindämmung der COVID-19-Pandemie und üben damit starken Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Bevölkerung aus, z.B. auf die Umsetzungsbereitschaft der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (vgl. Dickmann et al. 2016; Mutua & Ong'ong'a 2020; Ophir et al. 2021; Sandell et al. 2013).
Dass die Massenmedien bei der Eindämmung von Pandemien entscheidend mitwirken, wurde bereits während anderer Pandemien wie der Ebola-, SARS- und MERS- und aktuell der COVID-19-Pandemie beobachtet (vgl. Ophir 2018). Dahingehend muss berücksichtigt werden, dass gerade in Zeiten von Pandemien Fake News über soziale Medien verstärkt verbreitet werden, die auch weitreichende Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung der Bevölkerung haben, wie z.B. Hervorrufung von Zweifeln gegenüber den Corona-Schutzmaßnahmen (vgl. Oliver & Wood 2014; Pluviano et al. 2017; Zhu et al. 2012).
Journalist*innen rezipieren eher selten exakt die öffentlich bereitgestellten Gesundheitsinformationen, sondern verarbeiten und verändern die Informationen z.B. auf Basis deren Nachrichtenwerte oder mit der Konstruktion von Medien-Frames. Unter Medien-Frames wird die Kontextualisierung eines Themas bzw. die Sichtweise, aus der Medien über ein bestimmtes Thema berichten, verstanden (vgl. Matthes 2014).
Bisher jedoch gibt es in Deutschland keine quantitative Studie zu Medien-Framing in der COVID-19-Pandemie. Diese Forschungslücke soll mit diesem Forschungsprojekt geschlossen werden
Das Projekt wird von Prof. Dr. Kim Otto und Victoria Teschendorf betreut.
