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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Digitale Lehre am Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik

20.05.2020

Ein Best-Practice-Beispiel des Lehrstuhls von Professor Winkelmann zeigt exemplarisch den innovativen und kreativen Umgang mit der neuen Situation.

Professor Dr. Axel Winkelmann (Foto: Universität Würzburg)

Die Maßnahmen aufgrund des Coronavirus stellen auch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Würzburg vor zahlreiche Herausforderungen. Die Lehrstühle werden insbesondere aufgrund des Entfalls von Präsenzveranstaltungen mit der Situation konfrontiert. Dabei war Spontanität bei allen Dozenten und Dozentinnen gefragt, unkompliziert und kurzfristig digitale Lehrangebote aufzubauen, die sowohl mit der Infrastruktur der Universität Würzburg, den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch den eigenen Möglichkeiten kompatibel sind.

Mit viel Teamarbeit konnte die Fakultät sehr schnell sehr gute Online-Lehr-Formate gestalten und bereitstellen. Die Lehrstühle verfolgten dabei verschiedene Ansätze, z. B. Präsentationen mit Tonspur und ggfs. Kamerabild, live oder aufgezeichnet, Online-Konferenzen oder Live-Chats, alles mit viel Kommunikation über WueCampus. Zur professionellen Aufzeichnung von Vorlesungen mit deren Equipment, aber auch für Tipps zur Nutzung von Schnitt-Software oder Kameraeinstellungen eigener Ausrüstung unterstützte u. a. die Professur für Wirtschaftsjournalismus sehr großzügig. Auch das Rechenzentrum reagierte schnell auf die Situation und arbeitete unter Hochdruck an weiteren Formen der Kommunikation, z. B. dem Chat-Tool „RocketChat“ zur Einbindung in WueCampus.

Gerne berichtet heute der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik mit der Master-Veranstaltung „Business Software 2“ (BS2) von seinen Erfahrungen bei der gelungenen Umsetzung einer digitalen Lehrveranstaltung trotz der hohen Interaktivität durch Gruppenarbeiten in diesem Kurs.

In BS2 werden anhand von Case Studies Grundlagen zu Enterprise Resource Planning (ERP) Systemen auf betriebswirtschaftlicher und technischer Ebene herausgearbeitet. Die durchzuführenden Fallstudien umfassen die Abbildung eines vollständigen Unternehmensprozesses zwischen Handel und Produktion in verschiedenen betriebswirtschaftlichen Informationssystemen. Ziel ist es, die eigenen betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern, die Kompetenz im Umfeld der integrierten Organisations- und Informationssystemgestaltung auszubauen und sich mit der Systemwelt, wie sie heute in den Unternehmen zu finden ist, anhand zahlreicher ERP-Systeme auseinanderzusetzen. Dafür beschäftigen sich die Studierenden digital angeleitet im Semester mit der Softwareauswahlentscheidung für ein fiktives Unternehmen. Die Studierenden schlüpfen damit in eine klassische Aufgabe der IT-Beratung.

Zur Umsetzung der begleitenden Vorlesung entschied sich der Lehrstuhl für eine geschnittene Aufzeichnung mit Kamerabild. Damit erreichen wir eine Verfügungssicherheit und zudem zeitlich flexible Abrufmöglichkeit. Um eine Interaktivität zwischen Professor, Dozenten und Studierenden während der Vorlesung zu ermöglichen, ist die in WueCampus eingebundene Chat-Funktion „RocketChat“ während der Vorlesungszeiten im Einsatz. Die Gruppenübungen werden über Online-Konferenzen via GoToMeeting in einzelnen Slots je Gruppe koordiniert. Synchrone Kommunikationswege werden damit angeboten und von den Studierenden sehr gut angenommen. Auch Gastbeiträge unterschiedlicher ERP-System-Hersteller oder entsprechenden Software-Beratungsunternehmen werden über GoToMeeting durchgeführt und aufgezeichnet.

Dieses digitale Lehrangebot wird laut anonymer Umfrage von den Studierenden sehr positiv wahrgenommen und hat sich in den letzten Wochen etabliert. Der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik ist aber weiterhin gespannt, welche Herausforderungen das Sommersemester bringt, und wie sich die Lehre auch in den kommenden Semestern in Bezug auf Digitalisierung weiterentwickelt, denn positive Elemente werden sicherlich auch zukünftig in die Lehre einfließen.

 

 

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