piwik-script

Intern
  • Foto von Studierenden im Lichthof
  • Fahne der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Individualisierung digital – ein fächerübergreifendes Forschungsprojekt

07.12.2020

Am Projekt „Individualisierung digital – Technologietransfer im E-Commerce für kleine und mittlere Unternehmen in Unterfranken“ sind u. a. die Lehrstühle von Prof. Dr. Frédéric Thiesse und von Prof. Dr. Axel Winkelmann beteiligt.

Am interdisziplinären Projekt „Individualisierung digital – Technologietransfer im E-Commerce für kleine und mittlere Unternehmen in Unterfranken“ sind neben Lehrstühlen aus den Bereichen Psychologie und Jura auch zwei Lehrstühle der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beteiligt, nämlich der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung von Prof. Dr. Frédéric Thiesse und der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik von Prof. Dr. Axel Winkelmann.

Darum geht es: Die digitale Produktvermarktung im Internet bietet eine Vergrößerung des Vertriebsgebiets, auch und insbesondere aus strukturschwachen (und dünn besiedelten) Regionen heraus. Zudem erlaubt die Digitalisierung eine individuelle, skalierbare Warenvermarktung, losgelöst von Öffnungszeiten und der Verfügbarkeit beratender Ansprechpartner. Darüber hinaus lassen sich Zusatzdienstleistungen und kundenindividuelle Produkte vermarkten und entwickeln. Nach Prognosen des Handelsverbands Deutschland (HDE) und des Bundesverbands E-Commerce sowie des Versandhandels Deutschland (bevh) hat sich aus diesem Grund der deutsche E-Commerce-Umsatz mit etwa 50 Milliarden Euro im Jahr 2016 seit der Jahrtausendwende nahezu verfünfzigfacht. In einigen Handelsbranchen hat aus den zuvor genannten Gründen der Online-Handel den stationären Handel bereits überholt.

Viele Unternehmen unterschätzen nach wie vor das Potenzial der digitalen Produkt- oder Dienstleistungsvermarktung oder sie bauen gerade ihr Wissen für ein erfolgreiches E-Commerce-Angebot aus. Um bei der rasanten Entwicklung im E-Commerce mithalten zu können, bedarf es gegenseitiger Lern- und Entscheidungsprozesse an zahlreichen Schnittstellen der Produktion und des E-Commerce. Mit dem Projekt „Individualisierung digital“ sollen Unternehmen in Unterfranken durch Forschungstransfer beim Erwerb von E-Commerce-Expertise unterstützt werden. Das Wissen zur Entwicklung möglicher Produkte (z. B. einer App zur Kundeninteraktion) kann ebenso dazu gehören. Die am Projekt beteiligten Forschungsgruppen wollen dazu in intensiven Workshops und Webinaren mit den beteiligten und weiteren Unternehmen digitale Erfolgsfaktoren für die produzierende Industrie im strukturschwachen Raum herausarbeiten und auch Wissen für spezielle digitale Produkte entwickeln. Weiterführende Informationen finden sich auf der Projekt-Homepage.

Das Projekt berichtet auf der Projektwebsite regelmäßig über Neuigkeiten und anstehende Veranstaltungen. Dort können sich KMU und interessierte Leser/innen zum Beispiel über Covid-19-Hilfsangebote und juristische sowie psychologische Fragestellungen im Zusammenhang mit eCommerce und Digitalisierung informieren. Gleichzeitig informiert das Projekt über spannende Informationsveranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden Kaminabend. Zusätzlich werden Auswahlhilfen wie der eShop-Navigator und praxisnahe IT-Anwendungen, die im Rahmen des Projektes beispielhaft implementiert wurden, vorgestellt. So entstand zum Beispiel ein automatischer Besucherzähler, welcher insbesondere in der Covid-19-Pandemie ein interessantes Leuchtturmprojekt darstellt.

Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Der EFRE ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik, deren Ziel es ist, die Lebensbedingungen in den verschiedenen europäischen Regionen durch Investitionen in zentrale Handlungsfelder zu verbessern. Die dafür notwendigen Finanzmittel stellt die EU über verschiedene Struktur- und Investitionsfonds bereit. Die durch EFRE-finanzierten Maßnahmen tragen dazu bei, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt durch Ausgleich der wichtigsten regionalen Ungleichgewichte zu stärken und Regionen für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Mehr Informationen zu EFRE liefert das StMWi.

Zurück