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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Ruf angenommen

30.03.2020

Ein herzliches willkommen an Maik Wolters, der ab 01. April 2020 als Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Geld und internationale Finanzmärkte, an unserer Fakultät tätig sein wird.

Prof. Dr. Maik Wolters
Prof. Dr. Maik Wolters (Bild: Jürgen Scheere/FSU)

Die Finanzmarktglobalisierung, damit verbundene Risiken der Entstehung globaler Krisen und Stabilisierungsmöglichkeiten zur Bekämpfung solcher Krisen durch Geld- und Fiskalpolitik, sind Kernthemen seiner Forschung. Somit ist seine Arbeit von großer Aktualität. Beispielsweise zeigt seine Forschung, dass die Wirkung der Geldpolitik die größte wirtschaftliche Stabilisierungswirkung zu Beginn einer schweren Rezession entfaltet. Daher ist eine frühzeitige und entschlossene Lockerung der Geldpolitik in einer solchen Situation sinnvoll. Ein vom ihm entwickeltes Modell zur Prognose von Rezessionen und Krisen, basierend auf vorlaufenden Indikatoren wie Auftragseingängen und dem ifo Index zeigt aktuell und für die nächsten Monate für die deutsche Volkswirtschaft eine Krisenwahrscheinlichkeit von 100 Prozent an, so dass eine schwere Rezession mindestens in dem Ausmaß der globalen Finanzkrise von 2008/2009 zu erwarten ist. Ein weiterer aktueller Forschungsschwerpunkt von Maik Wolters liegt auf dem Niedrigzins- und Niedriginflationsumfeld und den sich dadurch ergebenden generellen Änderungen der Stabilisierungs­möglichkeiten durch Geld- und Fiskalpolitik.

Maik Wolters hat 2010 an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert, absolvierte danach einen Forschungsaufenthalt an der Stanford University und war dann als Juniorprofessor an der Universität Kiel und am Institut für Weltwirtschaft in Kiel tätig. Von 2017 bis 2020 war er Professor für Makroökonomik an der Universität Jena.

Neben seiner Arbeit an der Universität Würzburg wird Maik Wolters als Affiliated Professor am Institute for Monetary and Financial Stability an der Goethe-Universität Frankfurt tätig sein. Dort ist er am Aufbau und der Weiterentwicklung der „Macroeconomic Model Data Base“ beteiligt. Dies ist eine Datenbank mit über 150 makroökonomischen Modellen, die an Universitäten, Zentralbanken und internationalen Politikorganisation entwickelt wurden und die für geld- und fiskalpolitische Analysen verwendet werden können. Außerdem arbeitet er als Research Fellow am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, worüber er an der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute teilnimmt.

Maik Wolters arbeitet sowohl mit empirischen Methoden als auch mit theoretischen Modellen. In der Lehre ist es ihm wichtig, seine Begeisterung für die Volkswirtschaftslehre an die Studierenden weiterzugeben. Er wird in Würzburg Lehrveranstaltungen unter anderem zur Geldpolitik und zu internationalen Finanzmärkten anbieten. Neben der Vermittlung von empirischen Fakten und theoretischen Modellen zur Erklärung dieser Zusammenhänge, ist ihm eine gute methodische Ausbildung der Studierenden wichtig. So umfassen einige seiner Veranstaltungen Computerübungen, in denen die Studierenden lernen, selbständig Daten zu analysieren und makroökonomische Modelle zu simulieren. Somit erhalten sie das Rüstzeug, um volkswirtschaftliche Modelle auf aktuelle Ereignisse anzuwenden und Lösungen für wirtschaftspolitische Fragen entwickeln zu können.

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