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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Als Student nach Gent

30.03.2021

Wirtschaftsstudent Lukas Kreß macht ein internationales Double-Degree-Studium. Wenn er damit fertig ist, hat er zwei Master-Abschlüsse in der Tasche: einen aus Gent, einen aus Würzburg.

In seiner Zeit als Student in Gent bekam Lukas Kreß auch Besuch von seinen Eltern.
In seiner Zeit als Student in Gent bekam Lukas Kreß auch Besuch von seinen Eltern. (Bild: privat)

Zwei Semester an der Universität Würzburg, zwei Semester an der Universität Gent in Belgien studieren – und am Ende von beiden Hochschulen einen Master-Abschluss bekommen. Dieses englischsprachige Double-Degree-Programm gibt es seit 2019 für Studierende des Master-Studiengangs International Economic Policy der Uni Würzburg.

„Als ich davon erfahren habe, wusste ich gleich, dass ich das machen will. Ich probiere gern neue Angebote aus“, sagt Lukas Kreß. Außerdem hatte der 25-jährige Student kurz zuvor ein Praktikum bei der Deutschen Bank in Frankfurt am Main absolviert. Dort bekam er eindrücklich bestätigt: Internationale Erfahrungen sind bei der späteren Stellensuche extrem hilfreich.

Seine Zeit in Gent hat Lukas hinter sich. „Ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Meine Englischkenntnisse haben sich verbessert. Richtig gut gefallen hat mir in Gent die große Diversität unter den Studierenden. Ich habe Leute aus verschiedenen Ländern kennengelernt und bin mit vielen noch in Kontakt.“

Eindrücke vom Studium in Gent

Und wie studiert es sich so in Gent? Das Niveau der Veranstaltungen sei dort so hoch wie in Würzburg, sagt Lukas. Dazu kommt eine stark praxisorientierte Lehre. Die Vorlesungen in Gent dauern länger – oft um die vier Stunden. „Fast alle Lehrenden waren sehr bemüht, ihre Module interaktiv zu gestalten, sodass es trotz der langen Vorlesungszeiten kaum langweilig wurde“, berichtet Lukas. Zusätzlich bekommen die Studierenden Aufgaben, die sie selbstständig in Gruppen bearbeiten.

Die Klausuren in Gent dauern ebenfalls länger als in Würzburg, meist drei bis vier Stunden. Neben schriftlichen Fragen gehört oft ein mündlicher Teil dazu. Zwei Prüfungen hat Lukas per Videoschaltung online abgelegt. Das lag natürlich an der Corona-Pandemie. Die erste Welle erfasste Europa, als Lukas mitten in seinem zweiten Semester in Gent war.

Die Anrechnung der belgischen Noten in Würzburg habe reibungslos und schnell funktioniert, dank der unkomplizierten Abstimmung mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und deren International Office. Dieses Büro berät und unterstützt alle Studierenden der Fakultät, die im Ausland studieren möchten.

Ex-Wirtschaftsweiser als Betreuer

Aktuell schreibt Lukas an seiner Master-Arbeit. Darin geht er der Frage nach, wie sich die Zentralbanken weltweit mit Blick auf digitale Währungen positionieren. „Ich beschreibe unter anderem, wie aktuelle Bezahlsysteme in den USA und Europa gestaltet sind und frage, ob und wie sich diese Systeme mit digitalen Währungen schneller und nutzerfreundlicher machen lassen.“

Betreuer der Arbeit ist Peter Bofinger. Der Würzburger Professor gehörte bis 2019 den „Wirtschaftsweisen“ an. In dieser Funktion war er ein direkter Berater der Bundesregierung.

Ziel: Arbeiten in der Finanzbranche

Seine berufliche Zukunft sieht Lukas in der Finanzbranche. Dass ihm dieses Gebiet liegt, weiß er nicht nur durch sein Praktikum bei der Deutschen Bank: Parallel zum Studium arbeitet er als Werkstudent für die Fürstlich Castell’sche Bank in Würzburg im Vertriebsmanagement. „Die Finanzbranche ist ein Bereich, in dem ich sehr gerne arbeiten würde.“

Bewerben will er sich später deutschlandweit. Bei den Personalverantwortlichen dürfte ihm sein internationaler Doppel-Master-Abschluss ein gutes Plus an Aufmerksamkeit verschaffen.

Double Degree mit Verona

Erstmals zum Sommersemester 2021 gibt es an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ein weiteres Double-Degree-Programm, und zwar mit der Universität Verona (Italien). Es steht ebenfalls Studierenden des volkswirtschaftlichen Masters International Economic Policy offen.

Weblink: Mehr über die Double-Degree-Programme

Von Robert Emmerich

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